Auswandern nach Litauen - KurzInfo
Einwanderung LitauenDie weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat den litauischen Arbeitsmarkt besonders hart getroffen: Das Land gehört zu den Staaten innerhalb der EU, in denen die Arbeitslosigkeit am deutlichsten angestiegen ist. Ende 2009 lag die Arbeitslosenquote bei 15,8 Prozent.
Möglichkeiten zum EinwandernFür Einreise und Aufenthalt in Litauen benötigen EU-Bürger lediglich ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass, wenn sie sich für maximal 90 Tage pro Halbjahr im Land aufhalten. Um länger bleiben zu können, benötigt man eine Aufenthaltsgenehmigung. Diese erhält man, wenn man ausreichend eigenes Kapital vorweisen kann oder eine Arbeit sucht bzw. gefunden hat. Sofern eine Arbeitsstelle angetreten werden konnte, werden die Formalitäten vom Arbeitgeber übernommen, der das Arbeitsamt und die Immigrationsbehörde informiert. Dies muss innerhalb von zwei Monaten nach Einreise geschehen. Der Mitarbeiter erhält daraufhin eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung. Arbeit - StellenangebotEine Arbeitserlaubnis ist nicht erforderlich. Der Arbeitsmarkt unterscheidet sich regional: Die höchsten Arbeitslosenquoten verzeichneten Ignalina, Mažeikiai, Vilnius und Panevėžys, die niedrigste Elektrėnai (Herbst 2009). Aufgrund der Krise haben befristete Arbeitsverträge zugenommen; Löhne und Gehälter sind gesunken. Experten rechnen derzeit wieder mit einer verstärkten Auswanderung – vor allem qualifizierte Fachkräfte verlassen das Land. Daher könnte es zu einem ähnlichen Fachkräftemangel wie in den Jahren vor der Wirtschaftskrise kommen, sobald die Konjunktur wieder anzieht. Man rechnet ab 2011 mit einem Wirtschaftswachstum. Zu den Wachstumsbranchen und -märkten zählen die Häfen, die Abwasserwirtschaft und Trinkwasserversorgung, die Energieversorgung und erneuerbare Energien. Nach Angaben der Deutsch-Baltischen Handelskammer stellen die Unternehmen in Litauen derzeit so gut wie keine neuen Arbeitskräfte ein – in allen Branchen und Betrieben wurden Arbeitsplätze abgebaut. Die wenigen Stellen, die überhaupt angeboten werden, richten sich zumeist an Buchhalter, IT-Spezialisten und Ingenieure. Wer in Litauen arbeiten möchte, sollte auf jeden Fall die Landessprache Litauisch beherrschen. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt derzeit 800 LTL (etwa 230 €) im Monat. Der durchschnittliche Lohn ist innerhalb von drei Jahren von etwa 370 € (2005) auf 650 € im Monat (2008) gestiegen. Außerdem werden in vielen Unternehmen Gehaltsbestandteile bar ausgezahlt und nicht versteuert. Die Verdienste in Visagino sind am höchsten; sie liegen um gut die Hälfte über dem Landesdurchschnitt. Seit 1999 bietet der Verein für Erwachsenenbildung "Arbeit und Leben" in Hamburg dreimonatige Berufspraktika in den drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland an. LebenshaltungskostenDas Preisniveau ist in Litauen etwas niedriger als in Deutschland. In Vilnius und anderen Städten ist das Leben nicht wesentlich teurer als auf dem Land. Auswandern Litauen - FazitDerzeit nur für finanziell unabhängige Auswanderer und Rentner geeignet. |
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