Auswandern nach Estland - KurzInfo
Einwanderung EstlandEstland, ebenso Lettland und Litauen, gehören nicht unbedingt zu den typischen Einwanderungsländern. Trotzdem gibt es in letzter Zeit immer mehr Menschen, die hierher auswandern - vielleicht wegen der Ursprünglichkeit der Landschaft oder wegen der Zuverlässigkeit der Menschen in dieser Region.
Zu Estland, dem nördlichsten Land im Baltikum gehören etwa 1.500 Inseln in der Ostsee. Das Klima in Estland ist recht kühl. Es gibt bitterkalte Winter und nur mäßig warme Sommer. Fast 50% von Estland sind mit Bäumen bewachsen. In diesen Wäldern finden Sie Hirsche, Rehe, Füchse, Luchse, Elche, Braunbären, Wölfe und Schneehasen. Die Esten sind recht zurückhaltende Menschen aber mit einer überaus herzlichen Freundlichkeit. Möglichkeiten zum EinwandernEin Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist ohne Aufenthaltsgenehmigung möglich. Die Einreise erfolgt mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass. Einzige Besonderheit: Kinder unter 16 Jahren benötigen einen Kinderausweis mit Lichtbild. Wer mit dem PKW nach Estland fährt, benötigt einen international gültigen Führerschein und die Grüne Versicherungskarte. Saisonarbeiter oder beim Arbeitsamt angemeldete Arbeitssuchende können bis zu 6 Monaten im Land bleiben. Für die Aufenthaltsdauer muss eine ausreichende Krankenversicherung nachgewiesen werden. Eine Aufenthaltsgenehmigung erhält, wer ein ausreichendes Einkommen nachweisen kann. Dazu gehören Renten, Stipendien, Vermögen und Arbeitsentgelt. Der feste Wohnsitz muss innerhalb eines Monats nach der Ausstellung der Aufenthalts-genehmigung angemeldet sein. Die Aufenthaltsgenehmigung wird für die Dauer von 5 Jahren ausgestellt, kann aber ohne Probleme immer wieder um weitere 5 Jahre verlängert werden. Arbeit - StellenangebotGute Chancen, einen Job oder vielleicht auch erst einmal eine Praktikumsstelle zu erhalten, haben alle aus den Bereichen Ergotherapie, Mediengestaltung, sowie aus pädagogischen Berufen. Aber auch Handwerker wie Tischler werden gesucht. Denn das Problem in Estland ist, dass viele Esten ins Ausland gehen und deshalb ein Fachkräftemangel herrscht. Man muss jedoch bedenken, dass die Arbeitszeit in Estland erheblich länger ist als in Westeuropa, der Verdienst jedoch geringer. In Hamburg gibt es einen Verein mit dem Namen "Arbeit und Leben" (gegründet 1999). Dieser Verein bietet diverse Praktika über 3 Monate in den baltischen Staaten an. Eine gute Gelegenheit das Land kennen zu lernen. Während eines Praktikums wird ein Wohnplatz in einer WG zur Verfügung gestellt und aus einem Fond der Europäischen Union eine Art Taschengeld gezahlt. Die Erfahrung zeigt, dass sich viele der Praktikanten entschließen, im Land zu bleiben und dass diese auch sehr gerne von den estnischen Arbeitgebern übernommen werden. Arbeitsmarktbehörde LebenshaltungskostenDie Lebenshaltungskosten sind in Estland günstiger als in Westeuropa (siehe BigMac). Jedoch sind in der Hauptstadt Tallinn die Mieten für Wohnungen teilweise hoch. Auswandern Estland - FazitWer das rauhe Klima mag und sich auf ein niedriegeres Lebensniveau einstellen kann, für den mag Estland eine gute Wahl sein. Man sollte aber unbedingt die Landessprache Estnisch lernen und zwar schon vor der Auswanderung, denn sie ist für die Verständigung zwingend notwendig. |
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