Chile - Klima, Wetter, Landschaft, Vegetation, Tiere
Klima und WetterDas Land kann man in drei Zonen einteilen: Nord-, Mittel- und Südchile. Nordchile (genannt „großer Norden“): Mittelchile: Südchile: Insgesamt wird das Klima Chiles stark durch den Humboldt-Meeresstrom beeinflusst. Dieser fließt von Süden nach Norden und transportiert kaltes Meereswasser aus der Antarktis. Die Wassertemperaturen liegen dadurch in Chile deutlich niedriger als in gleichen Breitengraden anderswo. In Punta Arenas (Südchile) – das etwa gleich weit vom Äquator entfernt liegt wie Hamburg – beträgt die mittlere Tagestemperatur im Sommer nur 12 °C. Eine Besonderheit des chilenischen Klimas ist der El-Niño-Effekt (auch Südliche Oszillation genannt). Dieses Klimaphänomen betrifft zwar hauptsächlich Länder wie Peru oder Indonesien, aber auch in Chile ist er etwa alle sieben Jahre wirksam und führt hier zu vermehrten Niederschlägen im Vergleich zu Normaljahren. |
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LandschaftDie chilenischen Anden zählen zu den höchsten Gebirgszügen der Welt und weisen eine Vielzahl von Gipfeln über 6000 m auf. Der höchste Berg Chiles, der Ojos del Salado (6.893 m), ist gleichzeitig der höchste Vulkan der Welt. Aufgrund der besonderen Struktur des Landes gibt es in Chile keine längeren Flüsse. Der längste Fluss ist der Río Loa mit 443 km. Mit den zunehmenden Niederschlägen nimmt nach Süden hin das mitgeführte Wasservolumen der Flüsse zu. Zu den chilenischen Seen zählen im Norden die Salzseen, deren größter und bekanntester der Salar de Atacama (3.000 km²) ist. Ganz im Norden liegt einer der höchstgelegenen Seen der Welt der Lago Chungará mit 21,5 km² auf rund 4.500 m Höhe. Die großen und landschaftlich schönsten Seen erstrecken sich südöstlich der Stadt Temuco bis nach Puerto Montt. |
Río-Blanco |
Vegetation, PflanzenDurch die riesige Ausdehnung von über 4000 km Länge hat Chile sehr viele Vegetationszonen. Nur wenig wächst im Bereich der Atacamawüste. In Küstennähe und im Bereich der Anden wachsen sehr viele verschiedene Kakteenarten, Sukkulenten und Zwergsträucher. Alle paar Jahre allerdings kommt es zu Regenfällen in der Wüste, so dass große Wüstenflächen für wenige Tage von Millionen von Blumen überzogen sind. Südlich der Wüste folgt die Steppe mit trockenem Grasland. In den Anden wächst die steinharte Yareta auch „Andenpolster“ genannt. In den trockenen Gebieten wächst der „Boldo-Strauch". An den Küstengebirgen und in den Anden gibt es Nebelwälder. Im Bereich des Flusses Río Elquí beginnen die Weinanbaugebiete. Außerhalb des Flusstals gibt es nur Dornensträucher und Kakteen. In Zentralchile wächst die Honigpalme. Es gibt auch zahlreiche große Eukalyptus-Plantagen. In Südchile gibt es große Wälder, die dem gemäßigten Regenwald zugeordnet werden. Sie setzen sich vorwiegend aus Zypressen, Kiefern und Lärchen zusammen, ebenso sind Antarktische Scheinbuchen und Pappeln weit verbreitet. Patagonien bildet eine weite Steppe und Tundra. Feuerland ist von großen Mooren durchzogen. Hier halten sich nur noch wenige Baumarten, wie die Lenga-Südbuche, die Magellan-Südbuche oder die Coihue-Südbuche. |
Boldo-Blätter werden in der peruanischen, argentinischen und chilenischen Volksmedizin als Heilpflanze, unter anderem gegen Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Die Pflanze wirkt krampflösend und regt die Gallenabsonderung in den Leberzellen an. Boldo-Blätter können auch als Gewürz oder Tee gebraucht werden, z.B. im Matetee.
Die Honigpalme hat einen zuckerhaltigen Saft, aus dem man Palmzucker, Palmhonig und auch Palmhonigwein herstellt. |
Tiere, TierartenAn der Küste findet man Seelöwen, Seerobben, Ottern, den Humboldt-Pinguin, Pelikane, Mähnenrobben und Magellan-Pinguine. Desweiteren Seemöwen, Jótes (Geier) und Guanovögel. In den Hochebenen leben Lamas, Alpakas, Guanakos und Vicunjas, alle aus der Familie der Kamele. Es gibt einige Eidechsenarten. Der Chinchilla, ein Nagetier, und der Puma leben in gebirgigen Steppenlandschaften. Die Wälder bieten Platz für Hirsche, Chilenische Waldkatzen, Füchse und für Kolibris. Über fast ganz Chile ist der majestätische Andenkondor verbreitet, einer der größten Vögel der Welt. Die großen Salzseen beherbergen tausende von Flamingos. Im kargen Süden Feuerlands leben Eulen, Magellan-Füchse, Darwin-Nandus und Strauchratten (Degus). |
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Menschen, Sprache, Religion, Kultur und BildungDie Einwohner Chiles setzen sich aus verschiedenen Nationen zusammen sowie Chilenen, die europäische Vorfahren haben... |
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LebenshaltungskostenDie meisten Grundnahrungsmittel sowie Dienstleistungen, Nahverkehr, Busreisen und einfache Restaurants sind deutlich preiswerter als in Deutschland... |
Cazuela - Nationalgericht |
Allgemeine LandesinfosChile belegt den ersten Platz des Human Development Index innerhalb Lateinamerikas. Auch durch seine landschaftliche Vielfalt und Schönheit ist das 4300 km lange und nur 180 km schmale Land eine Besonderheit... |
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