Auswandern nach Bolivien - Aktuell

Einwanderung Bolivien

Im Jahr 2010 wanderten offiziell 185 Deutsche nach Bolivien aus.

Nachfolgend Einreisebestimmungen, Jobs, Einwanderungsmöglichkeiten, Landes-Infos, Lebenshaltungskosten sowie Kontakte zu Behörden, Einwanderungshelfern, etc.

Bolivien Einwandern

Bolivien wird geprägt durch die Ketten der Anden, deren Höhe bis über 6.500 m reicht. Dazwischen liegt das zentrale Hochland, das 3.000 bis 4.000 m hohe Altiplano. Hier leben rund 80 Prozent aller Bolivianer.

Weltbekannt ist der idyllische Titicacasee, der höchste See der Welt (auf etwa 3.800 Meter Höhe) und Südamerikas größter See. Das Naturgebiet um den See im Westen Boliviens ist atemberaubend.

Zu empfehlen ist das Wandern entlang des Sees sowie auf den Inseln Sol und Luna, da man hier die Aussicht auf die Königskordilleren genießen kann. Auch Bootsfahrten und Bootstouren werden angeboten. Empfehlenswert ist auch das malerische Seerandstädtchen Copacabana, welches das wichtigste Pilgerzentrum Boliviens ist.

Die sehenswerteste Stadt ist Sucre. Mit ihren 2.710 Meter Höhe hat sie ein erstaunlich mildes Klima. Der Stadtkern ist geprägt von neoklassizistischen und barocken, weiß getünchten Fassaden, kolonialen Kirchen und eine schachbrettartigen Grundstruktur.

Bolivien La Paz

Aber auch La Paz dient als Sprungbrett zu höchst interessanten Zielen: nach Tiwanaku, dem wichtigsten archäologischen Areal des Landes. Eine ganz besondere Tour führt hinab in die Yungas, tropische Täler im Nordosten von La Paz. Spektakuläre Pisten winden sich rund 2.000 Meter abwärts und erreichen Anbaugebiete von Kaffee und Kakao.

Durch die großen Höhenunterschiede verfügt Bolivien über verschiedene Klimazonen. Obwohl das Klima überwiegend tropisch ist und die Temperaturen meist warm oder sogar heiß sind, herrscht in den höheren Gebieten ein kaltes und trockenes Klima.

Die beliebteste und wohl angenehmste Zeit für Reisen in Bolivien ist der Winter von Mai bis Oktober mit seinen trockenen, klaren Tagen. Dies ist auch die beste Jahreszeit zum Klettern im Gebirge.

Die Höhenunterschiede machen jedoch vielen herzschwachen Menschen sehr zu schaffen. Selbst ein gesunder Europäer braucht einige Tage, um sich an die Höhenbedingungen anzupassen.

Etwas über 55 % der Bevölkerung gehört den Indigenen Völkern an, meist Quechua und Aymara; gut 30 % der Bevölkerung sind Mestizen. Die übrigen Bewohner des Landes sind Weiße, meist Nachkommen der verschiedenen Einwanderungswellen bis nach dem zweiten Weltkrieg, aber auch ungefähr 40.000 Mennoniten.

Reisen und Einwandern

Bei der Einreise nach Bolivien erhalten deutsche Staatsbürger (Reisepass sollte noch 6 Monate gültig sein) eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen.

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Weitere Einreisevoraussetzungen:

  • Flugtickets- Reisedokumente für die Rück- oder Weiterreise
  • gültiger Internationaler Gelbfieberimpfpass bei Ein- bzw. Ausreise über Drittstaaten (oder ärztliches Attest in englischer oder spanischer Sprache nötig)

Wenn man auf dem Landweg einreist kommt es vor, dass lediglich eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer von 30 Tagen in den Pass eingetragen wird. In solchen Fällen sollte dieses sofort reklamiert werden.

Bei Überlandreisen mit dem Bus wird dringend geraten, nur mit bekannten Busunternehmen zu fahren, da andere nicht die erforderliche Sicherheit bieten.

Für alle anderen Reisezwecke (z.B. Geschäftsreise, Praktikum, Studium etc.) muss vorher bei den bolivianischen Botschaften im Ausland ein entsprechendes Visum („visa de objeto determinado“) beantragt werden. Geschäftsleute können ein langfristiges Geschäftsvisum mit mehrfacher Einreise und einer Gesamtaufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen pro Jahr erhalten.

Kontakte und Links zu allen Visa-Bestimmungen am Seitenende

Arbeit - Stellenangebot

Mit Spanisch kommt man fast überall gut durch. Dies sollte man jedoch gut genug beherrschen, da man beispielsweise mit Englisch hier nicht verstanden wird.

Bolivien zählt zu den ärmsten, wirtschaftlich wenig entwickelten südamerikanischen Ländern. Die wirtschaftliche Bedeutung des Landes liegt überwiegend in seinem Reichtum an wertvollen Mineralien, vor allem an Zinn.

Einige Arbeitsmöglichkeiten bestehen für Techniker, Chemiker und andere im Bergbau verwendbare Menschen; ferner für Handwerker und Landwirte. Im Tourismusbereich ist es eher schwer, sein Geld zu verdienen.

Die Löhne sind in der Regel sehr niedrig. Aber auch die Selbständigkeit ist nur für erfahrene und finanzkräftige Unternehmer zu empfehlen.

Lebenshaltungskosten

Für eine große Wohnung, ca. 150qm, 3 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, Terrasse, kann man etwa 15.000 US-Dollar auf Anticreticobasis rechnen (dem Vermieter wird hierbei für die Mietlaufzeit ein persönlicher Kredit gegeben) oder auch 150 US-Dollar Miete im Monat.

Eine normale Gasflasche kostet ca. 2,30 Euro, damit kann man etwa einen Monat kochen. Die Stromrechnung für eine sparsame Familie beläuft sich auf etwa 15 Euro im Monat. Wasserkosten auf etwa 5-6 Euro.

Essen gehen kann mann sehr günstig schon für umgerechnet gut 1 bis 2 Euro (Vorspeise, Hauptgericht, Getränk). Essen im Chinesischen Stil kann man ab etwa 2 Euro als Mittagstisch, als Abendessen für etwa 4 Euro.

Ein Bier (ca. 650ml) kostet in der Flasche ca. 0.85 Euro und im Restaurant 1,80 Euro.

Der Internetanschluss mit einem Prepaid-USB-Surfstick kostet etwa 14 Euro im Monat.

Wer einfach bis normal lebt, gibt für seine 4-köpfige Familie für eine Woche an Lebensmitteln auf dem Markt (Fleisch, Huhn, Gemüse, Obst, Mehl, Reis, Milch etc.) etwa 10 Euro aus.

Auswandern Bolivien - Fazit

Ein kulturell (35 Ethnien) und in seiner Natur sehr abwechslungsreiches und interessantes Land, in dem mancherorts die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Einwanderung und Leben sind für Rentner und finanziell Unabhängige empfehlenswert. Wer arbeiten muss und keinen finanziellen Rückhalt hat, wird es hier sehr schwer haben.

Politische Unruhen sind in den letzten Jahren öfters an der Tagesordnung.

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Fläche: 1.098.581 km²
Einwohner: 10.907.778
Bevölkerungsdichte: 9,7 E/km²
Regierungsform: Präsidialrepublik
Nachbarländer: Peru, Brasilien, Paraguay, Argentinien, Chile
Landeshauptstadt: Sucre
Landessprachen: Spanisch,Ketschua, Aimara, (sowie vereinzelt Guaraní und 33 weitere indigene Sprachen)
Religionen:
92 % Katholiken
5 % Evangelisch
0,2 % Zeugen Jehovas
Währung: Boliviano (BOB) (umgangssprachlich Peso)
1 BOB = 100 Centavos
Wechselkurse:
1 EUR = 9,14592 BOB
100 BOB = 10,93384 EUR
1 CHF = 7,60575 BOB
100 BOB = 13,14794 CHF
(Kurs vom 03.04.2012)
Telefon Vorwahl: +591
Zeitzone: UTC -4
Stromspannung: 220 Volt (in La Paz auch 110 Volt)
Strassenverkehr:
In Städten 40 km/h
Bereich von Schulen 10 km/h
Außerhalb der Städte 80 km/h.

Letzte Aktualisierung: 11.05.2012

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